GASTBEITRAG

Ein Beitrag von Manfred Bemme:

Reisetagebuch Rhodos - Sommer 2002

04. bis 05.07.2002 Ankunft - Aufenthalt im Hotel Alex Beach

Nach einer Übernachtung im Novotel in Sindelfingen und einem sehr frühen Flug landen wir am Vormittag des 04.07.2002 auf dem Diagoras International Airport auf Rhodos. Nachdem wir unser Gepäck gefunden haben und nach einer kurzen Fahrt mit dem TUI-Bus kommen wir gegen Mittag im Hotel Alex Beach im Ferienort Theologos an. Es ist heiß und windig, und überall hört man das laute Zirpen der Grillen in den Bäumen. Wir bringen unser Gepäck ins Zimmer und gehen baden.

Die Hotelanlage, bestehend aus Haupthaus und Bungalows, verfügt über mehrere Pools und Wasserrutschen in verschiedenen Größen, die in einer großen, sehr gepflegten Gartenanlage mit Olivenbäumen und Palmen verteilt sind. Links und rechts von den Pools sind die kleinen, weißen, blumenumrankten Bungalows mit blauen Türen und Fenstern aufgereiht. Unter mehreren Holzpavillons gibt es eine Bar und dahinter befindet sich das "Amphitheater" aus weißem Beton, das ganz überdacht ist und für verschiedene Sport- und Abendveranstaltungen genutzt wird. Der Strand liegt direkt hinter dem Hotel. Er ist sauber aber zum Meer hin voller Kies und großer Kieselsteine. Wegen der Wellen und dem ständigen Wind sieht man immer einige Windsurfer.

Der kleine Ort Theologos, dort nur Tholos genannt, ist ca. 1 km entfernt. Um das Hotel herum gibt es eine Ansammlung von Supermärkten und Souvenirshops. Die Supermärkte haben jeden Tag lange geöffnet und bieten alles, was man täglich braucht, zu recht günstigen Preisen.

Zum Abendessen gehen wir in den großen Speisesaal des Hotels. Die Kellner unter Leitung des Chefkellners Takis sind sehr freundlich und zuvorkommend. Die Auswahl und Zubereitung der verschiedenen Speisen lässt absolut nichts zu wünschen übrig. Es gibt die verschiedensten kalten Vorspeisen und Salate, mehrere warme Gerichte und eine Auswahl an süßen Kuchen, Puddings, Cremes und Eis. Oft gibt es gegrillten Fisch, der frisch am Büffet zubereitet wird.

06.07.2002 - Ausflug nach Rhodos Stadt 

Wir fahren mit dem Bus in die Stadt Rhodos. Der Bus ist recht komfortabel und die Fahrt mit € 1.70 günstig. Es dauert immerhin 45 Minuten, bis wir die rund 20 km lange Strecke entlang der Küste über Kremasti, Ialyssos und Ixia zurückgelegt haben.

Direkt hinter dem Busbahnhof in Rhodos gelangt man in den Hafenbereich, der unterteilt ist in den berühmten Mandraki-Hafen und den Emborikos (Handels-) Hafen. Von dort aus legen täglich mehrere Schiffe ab in die nahegelegene Türkei (Marmaris), zu den umliegenden kleinen Dodekanes-Inseln, zu anderen griechischen Inseln oder zu einigen der schönsten Buchten von Rhodos.

Bei einem Griechen kaufe ich Schiffsfahrkarten für einen Ausflug zu der Insel Symi. Der Besitzer des Ausflugsschiffes NIKOLAOS X verlangt insgesamt € 60.- für uns vier und gibt uns noch ein Ticket für eine kostenlose Rhodos Hafenrundfahrt dazu. Bei TUI hätte der Symi Ausflug alleine € 96.- gekostet.

An der Einfahrt zum Hafen sieht man die beiden Säulen mit dem Hirsch und der Hirschkuh, den Wappentieren von Rhodos. Das Agios Nikolaos Kastell, die Festung auf der Mühlenmole, die den Mandraki-Hafen schützt, wurde im 15. Jahrhundert erbaut und war Schauplatz der blutigsten Gefechte während der türkischen Belagerung von Rhodos. Hier wird auch der Standort des Kolosses von Rhodos vermutet.

In einer Einkaufsstraße in der Nähe des Hafens kaufen wir uns eine Koralle mit ein paar blauen Fischen zum Aufstellen. Der Verkäufer macht den Eindruck, als wäre er stark alkoholisiert und braucht etwa 20 Minuten, um das Teil mit einem Schuhkarton, etlichen Stücken Plastikfolie, ca. 2 Meter Klebeband und einer Tüte zu verpacken. Am Ende gehen wir mit einem äußerst verdächtig aussehenden Paket aus dem Geschäft; wir hätten in der Zwischenzeit eine ganze Tasche voll Andenken und Schmuck mitgehen lassen können.

07.07.2002 - Aufenthalt im Hotel Alex Beach

Heute, wie auch an jedem Tag, gibt es wieder ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm im Hotel. Eine Truppe von 8 jungen Leuten, die sich Scubi-Guides nennen und unter der Leitung der Schweizerin Marina für die Firma TUI arbeiten, kümmert sich um die Kinder, die in verschiedene Altersklassen eingeteilt werden, und hat auch für die Erwachsenen ein ständig wechselndes Programm zu bieten. Immer freundlich und gut gelaunt, aber nie aufdringlich, versuchen sie, die Hotelgäste zu animieren, beim Volleyball, Wasserball, Bogenschießen oder Aerobic mitzumachen.

Jeden Abend führen die Scubi-Guides Shows mit wechselndem Programm auf. Es gibt Sketche, Tänze, Musicals und auch eine Family-Disco, bei der allerdings fast nur Kinder mitmachen. Die Shows sind teilweise mit einfachen Hilfsmitteln vorbereitet, werden aber immer sehr professionell und mit tollen Kostümen aufgeführt.

08.07.2002 - Ausflug zur Insel Symi.

Heute morgen fahren wir mit dem ersten Bus in die Stadt. Es ist noch sehr früh und die meisten Geschäfte haben noch geschlossen. Da wir im Hotel noch nicht frühstücken konnten, kaufen wir uns in einer Bäckerei am Busbahnhof etwas Gebäck. Am Hafen gibt es etliche kleine Stände, an denen frisch gepresste Fruchtsäfte verkauft werden. Am Hafen kommen mittlerweile mehrere Busse mit Touristen an, die von ihren Reiseleitern zu den Ausflugsschiffen gebracht werden. Bei einigen "All inclusive"-Touristen sieht man deutlich, dass sie gut von den Getränke-Angeboten in ihrem Hotel Gebrauch gemacht haben.

Etwa 1 Stunde vor Abfahrt gehen wir an Bord unseres Ausflugsschiffes. Das Schiff hat ein unteres und ein oberes Deck, von wo aus man noch einmal hinauf auf ein Sonnendeck gehen kann. Nach und nach füllt sich das Schiff und wir legen ab. Das Wetter ist herrlich und wir haben eine wunderbare Aussicht auf den Hafen von Rhodos und schon bald auch auf das türkische Festland. Der Wind ist sehr stark und wir sind froh, dass wir nicht ganz oben sitzen, denn dort bläst er einem am heftigsten um die Ohren.

Das Schiff legt in einer Bucht an der unbesiedelten Westküste von Symi an, wo das Kloster Michael Panormitis steht. Wir gehen an Land und kaufen uns in einem kleinen Laden ein paar Getränke in Dosen. Da die meisten Touristen hier nur einmal herkommen, sind die Preise total überhöht.

Das Kloster des Erzengels Michael bestand schon in byzantinischer Zeit, die damaligen Gebäude wurden jedoch von türkischen Piraten zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Neugründung, gestiftet von Reedern der Stadt Symi. 1923 diente das Kloster als Durchgangslager für die griechischen Flüchtlinge aus der Türkei. Im Zweiten Weltkrieg überfielen deutsche Truppen die Mönche und ermordeten den Abt. Das Kloster bietet Unterkünfte für mehrere Hundert Pilger.

Wir fahren weiter um die Insel herum bis zur Stadt Symi (falls man von einer Stadt sprechen kann - die Insel Symi hat insgesamt ~2500 Einwohner...). Wie im Reiseführer versprochen, bietet sich uns, nachdem wir in die Bucht von Symi einbiegen, ein wunderschönes Bild von mehreren hundert pastellfarbenen Häuschen, die sich im Hintergrund der türkisfarbenen Bucht an den Hang schmiegen. Wir haben hier knapp drei Stunden Aufenthalt, also gehen wir am Hafen entlang spazieren, kaufen ein paar Seesterne und gehen schließlich in einer kleinen Taverne Mittagessen. Es gibt Spaghetti und Oktopussalat. Außerdem gibt es hier, wie überall auf Rhodos recht gutes Bier der Marke Mythos.

Nach dem Mittagessen machen wir uns auf die Suche nach dem Badestrand, der jedoch etwas weiter entfernt ist. An einer Stelle im Hafen führen mehrere breite Stufen hinab in die Bucht, wo schon andere Leute baden. So machen wir es also auch. Das Wasser ist sehr klar und sauber und man kann durch die ganze Bucht schwimmen, da es keine Wellen und keinen Bootsverkehr gibt. Den Kindern gefällt es gut hier und sie beobachten einen Griechen, der mit seinen Kindern mit einer Steinschleuder Kieselsteine aufs Wasser hinausschießt.

Pünktlich verlässt unser Ausflugsschiff die Insel Symi wieder. Nach einer sehr schaukeligen Fahrt erreichen wir schließlich den Hafen von Rhodos. Wir gehen noch etwas spazieren, da unser Bus erst in einer Stunde fährt.

Der Bus ist voll bis auf den allerletzten Stehplatz. Die ansonsten bequeme und angenehme Busfahrt ist diesmal nervtötend und scheint kein Ende zu nehmen. Wir haben kaum Platz zum Stehen, unseren Kindern ist noch schlecht von der Schiffsfahrt und der Fahrer hält fast alle hundert Meter an um noch mehr Leute hereinzulassen. Der mitfahrende Kassierer schafft es jedoch tatsächlich, sich durch die Menge zu zwängen um den Fahrpreis zu kassieren. Aus dem Radio dudelt die allgegenwärtige griechische Bouzouki-Musik. Neben uns sitzt eine alte Frau ganz in Schwarz mit nur noch zwei Zähnen im Mund und möchte gerne unsere Kinder auf dem Schoß halten. Die lehnen jedoch schüchtern lächelnd ab. Nach einer endlos scheinenden Fahrt erreichen wir unser Hotel.

Beim Abendessen und dem anschließenden Abendprogramm mit Cocktails an der Bar können wir uns wieder entspannen.

09.07.2002 - Ausflug Petaloudes & Psinthos 

Am Morgen nehme ich wie vereinbart unseren Mietwagen, einen Fiat Seicento Open Top, in Empfang. Wir haben ihn zu recht guten Konditionen bei einem griechischen Autovermieter, der mit dem Hotel zusammenarbeitet, für 4 Tage reserviert und somit gegenüber dem TUI Angebot ca. € 40 gespart.

Am späten Vormittag fahren wir zum ca. 10 km entfernten Schmetterlingstal Petaloudes. Das Schmetterlingstal heißt übersetzt eigentlich Mottental, nur würde dieser Name keine Touristen anlocken. Das Tal ist nur noch auf einer Länge von ca.1 km begehbar. Wir parken am unteren Eingang und gehen talaufwärts.

Über viele kleine Steinstufen und hölzerne Stege führt der Weg, den man zum Schutz der Schmetterlinge nicht verlassen darf, durch das Tal hinauf. Das Tal ist herrlich grün und wird von einem Bach durchflossen, der mehrere Wasserfälle bildet. An den Felsen und Bäumen hängen Schmetterlinge zu Hunderten und Tausenden, allerdings gibt es nur eine Sorte. Den Ausflug sollte man auf jeden Fall einmal gemacht haben, und auch der Eintritt von € 3.- hat sich gelohnt, aber ein zweites Mal muss man das Schmetterlingstal nicht sehen.

Wir fahren weiter zu dem ca. 8 km entfernten Ort Psinthos. Psinthos ist ein großes Bauerndorf mit einem schönen Dorfplatz und mehreren ursprünglichen Tavernen. Hier siegten 1912 die Italiener über die Türken und brachten Rhodos in ihre Gewalt. 

In einem kleinen Supermarkt kaufen wir ein paar Lebensmittel. Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Dorfplatz fahren wir zurück zum Hotel. 

10.07.2002 - Ausflug Kamiros & Monolithos

Am späten Vormittag fahren wir an der Westküste entlang Richtung Monolithos. Unterwegs entscheiden wir uns, einen Abstecher in die antike Stadt Kamiros zu machen, was uns von der TUI Reiseleiterin empfohlen wurde. Kamiros ist gut ausgeschildert und liegt auf einem Hügel über dem Meer. Wir parken auf dem noch leeren Parkplatz und bezahlen bei einem alten Mann € 4.- Eintritt pro Person. Der Eintritt für die Kinder ist wie immer frei.

Kamiros war die kleinste der drei antiken rhodischen Städte und eine Hochburg der frühen griechischen Keramikproduktion. Nach zwei Erdbeben wurde die Stadt Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. für immer aufgegeben und nie wieder aufgebaut. Die Mauern der hellenistischen Wohnstadt sind noch hüfthoch erhalten und wurden durch die Ausgrabungen der Italiener beginnend im Jahre 1929 freigelegt. 

Über eine breite Steintreppe gelangt man in den oberen Teil der Stadt, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über die gesamt Anlage hat. Überall wimmelt es von großen Eidechsen, die über die heißen Steine krabbeln.

Unsere Fahrt geht weiter, zum größten Teil an der Küste entlang. Immer wieder führt die Straße über Serpentinen steil bergauf und bergab, es gibt jedoch keine Leitplanken oder ähnliche Schutzvorkehrungen. Ab und zu liegen an den gefährlichsten Stellen ein paar Steine, die verhindern sollen, daß man mit dem Auto die steilen Hänge hinunterfährt.

Wir kommen schließlich in den Ort Monolithos, einen Weiler mit traditionellen, weißen Einraumhäusern. Etwa 4 km außerhalb des Ortes ragt das beeindruckende Kastro Monolithos über die Küste empor, zu dem ein Treppenweg hochführt. Bei einem Obsthändler, der seine Ware an einem kleinen Pritschenwagen am Straßenrand anbietet, kaufen wir ein paar Nektarinen und Trauben.

Dann steigen wir die Stufen zum Kastro Monolithos hinauf. Hier stand schon zu byzantinischer Zeit ein Kastell, das in der Johanniterzeit noch einmal verstärkt wurde. Auf der Spitze steht heute nur noch eine kleine Kirche. Hinter Monolithos geht die Straße noch ein paar km weiter bergab Richtung Meer. Hier am Kap Fourni gibt es zwei sehr schöne, fast einsame Badebuchten mit Kieselstrand.

Nach einem Badeaufenthalt machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Wir biegen jedoch einmal versehentlich falsch ab und fahren über Embona - das Weinanbaugebiet der Insel - einige Kilometer weit ins Inselinnere. Es gibt weit und breit weder Ortschaften noch irgendwelche Schilder zu sehen. Ab und zu sieht man ein paar Ziegen am Straßenrand. Die Möglichkeit, sich zu verfahren, ist jedoch sehr gering, denn es gibt immer nur eine ausgebaute Straße von einem Ort zum nächsten. Nach einer längeren Fahrt können wir uns wieder an ein paar Schildern orientieren und kommen schließlich über Salakos und Kalavarda wieder auf die Küstenstraße Richtung Theologos.

11.07.2002 - Ausflug Tsambika & Lindos

Heute fahren wir über Psinthos und Afandou zur Ostküste der Insel und dann südlich Richtung Lindos. Hinter dem beliebten Touristenort Kolymbia machen wir einen Abstecher nach Tsambika Beach. 

Tsambika ist der perfekte Strand und gilt laut Reiseführer als einer der schönsten der Insel. Der feine gelbe Sand und das türkisfarbene Wasser sind sehr sauber und der Strand fällt ganz flach ab. Es stehen etliche Reihen von Liegen und Sonnenschirmen am Strand und es sind bereits viele Touristen dort. Wie überall, wo etwas besonders beliebt bei Touristen ist, wird auch hier Geld kassiert. Wir entscheiden uns, ein paar Stunden zu bleiben und bezahlen € 7.- für zwei Liegen und Sonnenschirme.

Überall zwischen den Parkplätzen, den Souvenirgeschäften und dem Strand sind kleine Wege aus Holz angelegt, denn der Sand ist so heiß, dass man sich schon nach ein paar Metern die Füße verbrennt. Das Wasser ist ruhig und es ist hier relativ windstill. Den Kinder gefällt der Strand hier viel besser als der hinter unserem Hotel. Nach ein paar Stunden brechen wir auf, um nach Lindos weiterzufahren.

Der Ort Lindos mit seinen 950 Einwohnern gilt als einer der schönsten Orte von Griechenland und steht seit einigen Jahren unter Denkmalschutz, weswegen man auch nicht mit dem Auto in den Ort hineinfahren darf. Nachdem man um eine letzte Kurve fährt, liegt der Ort mit seinen kleinen schneeweißen Häusern am Hang einer bergigen Halbinsel, überragt von einer mittelalterlichen Burg.

Am Ortseingang liegt zunächst ein Souvenirgeschäft neben dem anderen. Wir halten uns auch nicht lange in Lindos auf oder machen uns die Mühe, auf die Johanniterfestung hinaufzusteigen, da es schon Nachmittag ist, und wir noch eine längere Fahrt vor uns haben, bis wir wieder am Hotel angelangt sind. 

12.07.2002 - Ausflug Rhodos Stadt

Nach dem üblichen umfangreichen Frühstück fahren wir heute schon sehr früh nach Rhodos, um den anderen Touristen möglichst aus dem Weg zu gehen. Durch das Freiheitstor gelangen wir in die von hohen Mauern eingefasste Altstadt. 

Die Ritterstraße, Odos Ippoton, die hinauf zum Großmeisterpalast führt, ist um diese Zeit noch leer. Rechts und links liegen die ehemaligen Herbergen der verschiedenen "Zungen" des Ritterordens der Johanniter. Die Häuser sind geschmückt mit den Wappen der jeweiligen Großmeister des Johanniterordens. Die schönste Herberge gehörte den französischen Rittern und liegt etwa in der Mitte. Die Ritterstraße ist die einzige spätmittelalterliche Wohnstraße, die erhalten geblieben ist. Über die mit großen Kieseln gestaltete Straße geht man vorbei an den Herbergen, bis man auf der rechten Seite zum Eingang des Großmeisterpalastes gelangt.

Der Großmeisterpalast war das Machtzentrum des Johanniterordens, der 200 Jahre lang Vorposten des christlichen Abendlandes im Kampf gegen die Osmanen war. Die Ritter kamen erst nach Zypern, bis sie im 14. Jahrhundert Rhodos eroberten und zur größten befestigten Stadt des Mittelmeerraumes ausbauten. Nach der türkischen Eroberung ließen sie sich auf Malta nieder und aus den Johannitern wurden die Malteserritter.

Der Palast stammt so, wie er heute aussieht, aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das ursprüngliche Gebäude stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Durch die Explosion eines Pulverlagers während der türkischen Herrschaft wurde der Palast stark beschädigt und später von italienischen Architekten neu aufgebaut. Er sollte dem italienischen König und Diktator Mussolini als Wohnsitz dienen, falls sie Rhodos besuchen würden - was sie aber nie taten.

Wir bezahlen € 6.- Eintritt pro Person und machen einen längeren Rundgang durch den Palast und den Innenhof. Inzwischen kommen auch andere Touristen in Gruppen und wir machen uns auf den Weg.

Ganz in der Nähe des Großmeisterpalastes liegt auch die rosafarbene Süleyman Moschee, ein Neubau der Originalmoschee, die direkt nach der Eroberung von Rhodos durch die Türken gebaut wurde.

Nach unserem Rundgang sitzen wir unter Sonnenmarkisen in einem Cafe am Hafen, trinken Kaffee, und versuchen, unsere Kinder davon zu überzeugen, daß wir doch noch unser Ticket für die Hafenrundfahrt einlösen müssen.

Gegen Mittag gehen wir schließlich an Bord eines Ausflugsschiffes und machen unsere Hafenrundfahrt, die ca. 1 Stunde dauert. Das Schiff fährt in weitem Bogen einmal um den nördlichsten Zipfel von Rhodos Stadt herum, vorbei am Aquarium und den Badestränden um dann zum Hafen umzukehren. Da wir nicht weit aufs Meer hinausfahren, hält sich dieses Mal das Schaukeln in Grenzen; unsere Kinder sind beruhigt. Nach diesem Abschluss unseres selbstausgesuchten Ausflugprogramms fahren wir zurück ins Hotel, wo wir die restlichen Tage unseres Urlaubes verbringen werden.

13.07. bis 17.07.2002 - Aufenthalt im Hotel Alex Beach 

Die letzten paar Tage verbringen wir am Strand und am Pool. Es wird jedoch nie langweilig. Wir nehmen an den verschiedenen Sportprogrammen teil, die die Scubis anbieten. Wir kennen jetzt schon einige andere Hotelgäste; es kommen aber regelmäßig neue Gäste an, darunter viele Österreicher und Schweizer und ein paar Polen.

Abends gibt es verschiedene Shows. Die Kinder haben inzwischen Spaß an der Family-Disco gefunden und tanzen abends auch mit. Es ist noch etwas heißer geworden. Wir haben mittlerweile bis zu 43 Grad Celsius.

18.07.2002 - Abreisetag 

Heute ist unser letzter Tag. Nach dem Frühstück packen wir und bringen unsere Koffer ins Haupthaus. Den restlichen Tag verbringen wir am Pool und am Strand. Um 17 Uhr sitzen wir viel zu früh im Hotel und warten auf unseren Transport zum Flughafen. Pünktlich um 18 Uhr 30 kommt ein griechisches Taxi und fährt uns im Auftrag von TUI zum Diagoras International Airport. Wir fliegen um 20 Uhr 30 und landen früher als erwartet um 22 Uhr 15 (jetzt wieder deutscher Zeit) in Stuttgart, wo uns der Taxifahrer schon erwartet.

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