Lindos

Ca. 1,5 km vor Lindos sollte man links auf einem breiten Schotterstreifen anhalten, um den herrlichen Blick auf Lindos und die Akropolis zu genießen (siehe das erste Foto). Der ca. 1500 Einwohner zählende Ort windet sich dabei in einem Halbkreis um die Akropolis. Lindos wird auch zu Recht das "weiße Dorf" genannt.
Nachdem man die Aussicht genossen hat, kann es nun in den Ort gehen. Falls Sie mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie mit dem Wagen aber nicht zum Ort hinunterfahren, denn es gibt dort wirklich kaum Parkplätze, zumal der Ort selbst eine autofreie Zone ist. Also besser auf dem Parkplatz anhalten, der an einer Kreuzung liegt, bevor es die letzten 300 Meter zum Ort hinuntergeht.

Blick auf Lindos
Ein Blick auf Lindos und die Akropolis.


Direkt vor dem eigentlichen Ort befindet sich ein größerer Platz - die Platia Eleftherias - an dem auch die Linienbusse halten. Am Ende des Platzes geht es direkt in das Dorf. Die vielen schmalen Gassen bilden ein Labyrinth, in dem man schnell die Orientierung verlieren kann. Besuchen sollte man auf alle Fälle die Panagia-Kirche aus dem 14./15. Jahrhundert. Beeindruckend sind die zahlreichen Fresken, die ein Mönch aus Symi im 18. Jahrhundert schuf.
Sehr schön sind auch die zahlreichen Kapitäns- und Herrenhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit ihren typischen Kieselmosaiken in den Innenhöfen.
Nun soll es aber zur Akropolis gehen (es gibt viele kleine Hinweisschilder, die den richtigen Weg weisen sollen). Man kommt zunächst an vielen Souvenir-Läden vorbei (in der Hochsaison geht es hier ab ca. 11:00 Uhr so zu, wie bei uns am 1. verkaufsoffenen Samstag vor Weihnachten - unendliche Menschenmassen schieben sich durch die Gassen). Anschließend geht es immer wieder einige Stufen hinauf (Achtung: hier gibt es auch Wege aus Kieselstein-Mosaiken, die recht glatt sind - man sollte vorsichtig gehen, denn es besteht auf den nicht ebenen Abschnitten Rutschgefahr- besonders auf dem Rückweg, wenn es bergab geht). Sobald man über den Dächern von Lindos angelangt ist, kommt man an vielen Frauen vorbei, die Tischdecken anbieten. Viele der Tischdecken liegen auf großen Felsen ausgebreitet. Handgemacht - wie fast überall angepriesen - sind wohl die wenigsten Decken. Wer trotzdem eine der Decken kaufen möchte (es gibt wirklich schöne Stücke), sollte auf alle Fälle handeln, denn der zuerst genannte Preis ist längst nicht das letzte Wort (das wissen auch die Frauen, daher fangen sie mit einem ziemlich hohen Preis an).
Am Ende dieses "Tischdecken-Weges" steht dann das Kassenhäuschen für den Besuch der Akropolis.

Säulen eines früheren Tempels
Die Überreste des
Athena Lindia Tempels.

Die Akropolis mit dem Athena Lindia Tempel stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und ist von einer Johanniterfestung, die im 14. Jahrhundert ausgebaut wurde, umgeben. Bevor man aber die eigentliche Akropolis "erstürmt", sollte man sich das vor dem Treppenaufgang zur Akropolis befindliche Relief anschauen. Es stammt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und stellt das Heck eines antiken Kriegsschiffes (Triere) dar.

St. Paulus Bucht Auf der Akropolis
Ein Blick von der Akropolis
in die St. Paulus Bucht.
Auf der Akropolis von Lindos.

Nachdem man die letzte große Anstrengung (Treppenaufstieg) überstanden hat, kommt man durch das Burgtor und den Saal der Wachgarde. Hat man diesen Saal passiert, steht man wieder im Freien und hat einen Blick auf eine breite Freitreppe, die zu einer großen Säulenhalle (einige Säulen wurden wieder aufgestellt) und dem Tempel der Athena Lindia führt. Wenn man die Akropolis erkunden möchte, sollte man aber aufpassen, denn es ist teilweise recht uneben und man kann schnell über einen der vielen Steine stolpern.
Die Ausblicke in alle Richtungen (nach Norden über den Naturhafen von Lindos, nach Süden in die St. Paulus Bucht und nach Westen in das Dorf Lindos) sind beeindruckend und entschädigen für den - besonders im Hochsommer - anstrengenden Aufstieg.

Einen Lindos-Besuch sollte man also auf alle Fälle einplanen. Und wenn es sich einrichten lässt, dass man nicht gerade zwischen 10:00 und 16:00 Uhr dort ist, macht der Besuch mit Sicherheit noch mehr Spaß, denn außerhalb dieser Zeit ist es in Lindos nicht ganz so überfüllt.
Einen Pauschalurlaub direkt in Lindos kann man u.E. von Deutschland aus nicht buchen. Wer jedoch gerne einmal seinen Urlaub in Lindos verbringen möchte, sollte sich vor Ort nach Übernachtungsmöglichkeiten erkundigen, denn es gibt mehrere Privatvermieter.


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